Das nächste war, dass ich meine Cousine nicht erkannt habe… null, nichts gar nichts… (Die Südafrikanerinnen wechseln jeden Tag ihre Frisuren)… nachdem mir dann aufgefallen ist, dass mich die eine die ganze Zeit anschaut, und Katrin dachte schon, sie sein ne Diebin und will unser Gepäck, wusste ich, dass das nur Milly sein kann. Und schon die nächsten eindrücke überholten mich… die fahren hier Auto wie Wildsäue… die Menschen laufen kreuz und quer über die Straße mit viel Gepäck und tatsächlich Reissäcken auf dem Kopf… wie im Film. Und dass sie auf der rechten Seite fahren, nicht so wie wir auf der linken Seite… angekommen bei Onkel David war es wohl die herzlichste Begrüßung die je in meinem Leben erlebt habe. Hab ihn ja zuvor noch nie gesehen… echt süß… die Tränen in den Augen. Sehr familiär. Die Wohnung ist ziemlich klein für unsre Maßstäbe, aber man gewöhnt sich so schnell daran, da sie alles tun, dass es mir gut geht und dass ich mich wohl fühle. Hatte mit Katrin mein eigenes Zimmer, sie ist aber nach ner Woche ausgezogen. Was für uns beide das Beste ist. Denn zu schnarchenden Menschen eine Woche lang nett zu sein, benötigt ne Menge Geduld. Abends gab es dann echtes afrikanisches Essen… wobei jetzt jeder denken wird… wow.
Nein, es war Reis mit Chicken Curry! Und das ist hier das absolute Nationalgericht!!!! Umso erfreuter waren sie über unsere Mitbringsel: Die schwäbischen „Maultaschen“, Nutella und den nicht gekannten Keksen „ Prinzenrolle“. Haben sich wie die Tiere darüber her gemacht :) Und Leute ich konnte auf einmal Englisch reden, wie wenn ich mit einer meiner Freunde am Telefon stundenlang auf Deutsch quatsche. Unglaublich, aber wahr…
Nach stundenlangem Reden bin ich schließlich um 02.00 Uhr (haben übrigens dieselbe Zeit) ins Bett und dann kam das böse erwachen… Katrin schnarcht wie ein Mann… und so laut, dass sie die ganze Familie (David, Ann(Angeline), Lulu, Charlene, Theo, Melvin, Milly(Chantal), Nikita, Dayn, Simone und mich) wach gehalten hat. Solche Augenringe habt ihr noch nie gesehen…
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